Stefan Schröder

Eitens Welt 4.0

Ohne Filter

Ein großer Haufen Scheiße enthält genügend Dünger für einige Quadratmeter voller wunderhübscher Gänseblümchen.

Raus aus dem Kokon, rein in die arschkalte Welt.

Das Internet nach einerm Klingelschild durchstöbern.

Lese dieses und jenes.

Denke dies und das.

Will nirgendwo hin und überall sein.

Grönemeyer singt “Bleibt alles anders”. Stellt sich die Frage, wie es denn war. Was anders bedeutet.

Alles ist Text.

Jeder Gedanke ist nur so wichtig, wie wir selbst ihn machen.

Wahrnehmen heißt bewerten. Immer ist irgendetwas dazwischen. Ein Filter. Eine Brille.

Gegenübertragung 2.0

An Ode to Pain.

Ich sitze in meiner eigenen Zukunft und philosophiere über Reunions.

Die Eierschalen gibts nicht mehr.
Sie haben mich sehr gut ernährt.
Mein Knochengerüst gestärkt.

Ich hab Euch etwas mitgebracht
In meinem Bauch lauert die Nacht

Narratives ADS.

Wen können, wollen, müssen
Wir auf die Bollen küssen?

Weinanfall, Magenkrampf, Kopfweh.
Hans Dampf, anstoßen –> kaputter Zeh.

Selbst der kleinste Stein im Schuh.
Beendet Deinen Marathon im Nu.

Das Gnu hat´s gut.
Es heißt nicht Knut.

Das Bein abgenommen, Du hast viel geraucht
Du hättest es noch so dringend gebraucht
Und weil man auf einem nicht stehen kann
Ist nun das zweite auch noch dran.

Der Anblick der Sterne kann heilen.
Der Schlosser ist gerne am Feilen.

Der Bienenstock juckt unterm Rock.

Ein Bart ist ein Bart ist ein Bart.
Ein Dreitagebart ist halt keiner.

“Stefan Schröder beschließt den Abschied vom echten Satzbau.” Morgen Titelstory im Feuilleton.

Heute schon exklusiv. Weniger Text, mehr Inhalt. Bitte kaufen Sie, bitte helfen Sie, bitte spenden Sie!

Und seien Sie auch das nächste Mal wieder dabei, wenn´s an dieser Stelle heißt: “Ohne Filter”.

Geplante Obsoleszenz

Natürlich. Wir können uns gar nicht mehr aussuchen, ob wir verarscht werden. Wir haben allenfalls noch geringen Einfluss darauf, wie stark. Im neuen greenpeace magazin lese ich kopfschüttelnd den Artikel über die “Geplante Obsoleszenz”. Dieser gewaltige Begriff beschreibt die Tatsache, dass Hersteller von Geräten durch vorsätzliche Manipulation dafür sorgen, dass sie früh genug wieder kaputt gehen. Klingt unverschämt, ist auch so. Ein Flachbildfernseher hält durchschnittlich fünf Jahre, aber nicht, weil es technisch nicht anders ginge. Sondern weil die fetten geldgeilen Ärsche an der Spitze der Hightech – Konzerne gerne noch mehr verdienen würden. Wenn ich überall diesen Götterkult um Steve Jobs sehe, könnte ich kotzen. Was hat der Mensch der Menschheit denn außer einer neuen pefiden Art der Umweltverschmutzung (wir nennen es Ipad) sonst so geschenkt. Genau betrachtet nichts, richtig. Irgendwo in Afrika, Indien oder Pakistan verrecken Kinder, weil sie aus den Resten unserer Wohlstandsgesellschaft Kupfer destillieren und auf dazu auf stinkenden, rußigen Müllhalden rumkraxeln müssen.
Mein Beitrag steht fest: Mein VW Golf Diesel BJ 1996 wird die 300 000 – km- Grenze überschreiten. Egal, wieviel Ruß er in die Umwelt bläst – die Herstellung eines tollen, neuen Skoda, der natürlich auch in vier, fünf Jahren zum ersten Mal ein elektrisches Bauteil wird wechseln müssen – verschlingt mehr Energie und produziert mehr Treibhausgase als mein “alter, stinkender” Diesel.
Ich bin nicht der Blaue Umweltengel in Person. Aber ich kann im Rahmen meiner Möglichkeiten dafür sorgen, dass ich es nicht noch schlimmer mache, als ich es ohnehin schon muss. Vor drei Wochen habe ich mir nach zwölf Jahren mal eine neue PC – Tastatur gekauft zum Beispiel. Und was spricht dagegen, die dicken Winterschuhe von letztem Jahr so lange anzuziehen, bis es wirklich nicht mehr geht?

Der öffentliche Bücherschrank in Altenhundem

Photobucket

Wer die Idee hatte, einen dieser öffentlichen Bücherschränke auch in Lennestadt – Altenhundem aufzustellen, gehört erstmal tüchtig gelobt. In Zeiten von E-Books, Internet – Handy und sonstigem Gedöns ist es sehr mutig, dem analogen, materiellen Buch eine solche Bedeutung beizumessen.
Aber der Plan scheint aufzugehen. Heute, viertel nach elf, vorsätzlicher Zufallsbesuch am Bahnhof. In der Stofftasche einen Haufen Platz fressender Bücher, die ich loswerden will, aber eben nicht in der Tonne. Dazu bin ich viel zu romantisch, denke ich doch, ein Buch hat immer eine Geschichte, die nun also in Altenhundem für meine alten Staubfänger irgendwie weitergeht. Ich öffne die Glastüren, schaue mich durch die Regale, während ich meine Bücher einstelle. Gar nicht mal schlecht. Zwar viel Konsalik, aber auch ein Kinderbuch über Tiere (für meine Tochter), ein Buch über Jagdflieger aus dem 2.Weltkrieg (für meinen Vater) und einen Bildband über die vier Elemente (für mich). AUßerdem Wohnberater “Country Style”, verschiedene Ratgeber und “Endlos rauschen die Berge” von Franz Starke. Und kaum hatte ich die Türen geöffnet, reckten sich die ersten Köpfe in Richtung des Bücherschrankes. Was das denn sei, wollte ein älterer Herr wissen, und ich erklärte geduldig. Derweil kam ein Pärchen vorbei, die Frau stöberte und ich hörte sie nur sagen “tatsächlich…tatsächlich…” So, als könne sie nicht glauben, dass es so etwas gibt. In Zeiten, in denen sich auf dem Land die öffentlichen Bibliotheken mehr und mehr ausdünenn und zurückziehen und das Buch generell einen schweren Kampf führt, ist ein solcher Schrank eine tolle Oase. Spannend, dorthin zu gehen und nicht zu wissen, was man mitnimmt. An einer alltäglichen Schnittstelle wie einem Bahnhof gewinnt so ein Objekt naürlich weiter an Reiz. Ich könnte jetzt philosophisch werden, über Kommen und Gehen, zufällige Begegnungen ud Loslassen schreiben. Lasse ich aber nun sein, denn ich will mich mal in die Bücher stürzen, die ich mir selbst mitgebracht habe.

Galaxienkannibalismus

Scheißtag. Eiter sabbert aus einer Zahntasche. Beerdigung. Glatteis. Und dann höre ich in einem Beitrag vom Deutschlandfunk den Begriff “Galaxienkannibalismus”! Ist das was?! Das ist was! Viel mächtiger kann ein Wort doch eigentlich nicht mehr sein. Sauropodenorgasmus? Vergesst es! Hirnkrebs? Naja, geht so… Taufhochzeit? Nicht schlecht, aber…Galaxienkannibalismus ist schon jetzt mein Wort des Jahres 2012. Ach ja: Vor 12,4 Millionen Jahren zog eine Zwerggalaxie durch ihre Gravitation eine etwas kleinere Zwerggalaxie an, die beiden verschmolzen dann zu einer. Nur so, für die Hobbyastronomen unter Euch.

Von Gärtnern und (anderen) Lebenskünstlern

WIR SIND PRIMATEN
DIE GANZ HARTEN
DIE DURCH MIST UND KOMPOST WATEN
BIS IN IHREM KLEINEN GARTEN
PFLÄNZCHEN WACHSEN, DIE GANZ ZARTEN
(2/2012)

Me

Me

How come that no one talks about the way he feels?
How superficial are our lives?
And deep inside there are some wounds that do not heal
I see frustrated, crying eyes

Chorus I
Kneeling down
Not knowing what is wrong tonight
With the mirror – Yes it´s me
It seems I never really looked that deep inside
I do not like the things I see

All that remains is an insipid aftertaste
I don´t have anything to say
I know I felt this way a dozen times or more
And you can´t help me, go away

Chorus II
Tell the angels not to take me seriously
Not to bother me no more
And please tell God that everything that he will see
Is me once again closing another door

Deep Grave hatten zu ihrer Musik ursprünglich einen anderen Text geschrieben. Ich durfte jedoch auf “Glorious World” meinen eigenen Text oben singen. Der Titel blieb gleich, die Intention und das Reimschema des Textes hatte ich völlig auf den Kopf gestellt. Hm. Nach meinem Abgang sangen sie wieder die ursprüngliche Version. Ich bin also umso dankbarer für den einzigen Text, den ich nach dem Ausstieg bei Even If… noch selbst schreiben und singen durfte.

Nestbau

Gestern haben wir unsere Wohnung für den neuen Erdenbürger vorbereitet. Dabei musste ich so manchen alten Zopf abschneiden. Was sich wieder mal besonders gut an Gegenständen veranschaulichen lässt. Mit solchen Gegenständen geht auch immer ein Stück gelebtes Leben zur Wohnungstür hinaus. In meinem Fall waren dies:

Eine Olympia “Monica” – Schreibmaschine. Mit dieser erledigte mein Vater damals seinen Schriftverkehr im Dienste des örtlichen Männergesangvereines. Ich musste dann manchmal diese berühmten Postkarten schreiben, auf denen Einladungen zum Freundschaftssingen verschickt wurden. “Wir nehmen am Freundschaftssingen des MGV teil

- am Freitag
- am Samstag
- wir kommen nicht.

Und ich musste derartige Postkarten anderer Vereine beantworten. Und war wirklich verlegen, als wir absagen mussten. Damals war ja überall noch nicht so viel Hurra. Da jagten sie jetzt beispielsweise in Altenkleusheim oder Niedergockelsohl nicht monatlich irgendeine “Beach – Party” – Sau durchs Dorf, und “Ü 30″ – Parties gab es auch nicht. Man ging halt einfach in die “Ampel” nach Weringhausen.
Naja, die Schreibmaschine stand nun schon wirklich gefühlte 30 Jahre bei uns rum, und ich habe sie immer von Ecke nach Ohr geräumt, vielleicht aus einem albernen Verpflichtungsgefühl meinem Vater gegenüber heraus. Nun hat mein Neffe sie mitgenommen.

Ein Notenständer, der gleichzeitig Flansch für eine dieser langen Boxen ist, die in unserer Kirche hängen. Diese Box samt Mikrofon dient als Verstärker
Dieses oder zumindest ein ähnliches Gerät nahm der Herr Pastor bei Beerdigungen immer mit auf den Friedhof. Als ich Messdiener war, musste ich diese Mopeds schon mal tragen. oder Weihrauch oder direkt das Kreuz vorne Weg. Da war es also sowieso schon gruselig genug. Und dann auch noch diese quäkige Verstärkung des Satzes mit “demjenigen aus unserer Mitte, der…”, naja, Ihr wisst schon. Da gucken dann alle immer am betroffensten aufs Pflaster. Das Gerät jedenfalls hatte Pastor Rinschen auf seinem berüchtigten Hauströdel für 10 Euro angeboten und ich habe es aus Nostalgiegründen mitgenommen. Erstens war es für einen guten zweck (Somalia oder so) und zweitens muss ich meiner Begeisterung für Flohmärkte aller Art ja auch materiell Ausdruck verschaffen. Und übrigens drittens hatte ich wirklich was Technisches damit vor, aber das war Quatsch und ich hatte nie Zeit. Sei´s drum. Es freut sich auch diesmal wieder: Mein Neffe.

Ein alter, kleiner Küchentisch
Da stand ich nun irgendwo in unseren 170 Quadratmetern Wohnfläche und sinnierte: Damit haben wir mal angefangen? Unglaublich! Undenkbar in Zeiten sorgfltigst ausgesuchter Tische junger, postmoderner Familienentwürfe für mindestens mal acht Personen (falls Mama und Papa ihren jeweiligen Lebenspartner mitbringen sollten oder die Jasmin Tageskind Nele auch noch mitbringt oder so). In der Wohnung am Kehlberg war an solche postmodernen Lebensentwürfen gar nicht erst zu denken. Wir waren froh, dass wir eine Unterlage für die Müslipötte haben. Und die steht nun erstmal in Nachbars Garage. Werkbank oder Holzschrott? Auch beim Nachbarn entscheiden schließlich, wie einst bei Einstein, Zeit und Raum.
Nachtrag zum kleinen Küchentisch: Ist es nicht der Wahnsinn? Auf unserer so genannten “Schlafetage” haben damals meine Eltern eine komplette Wohnung eingerichtet. Was diese Generation wohl manchmal über unsere ulkigen Platz- und Erziehungsansichten denkt? Bemüht Euch nicht zu antworten, ich weiß es aus eigener Erfahrung lngst selbst.

Ein Dartschrank mit ausgelullerter Scheibe
Was habe ich mir mit Ecki damals im Hohen Heckenweg Schlachten geliefert. Lange vor den Kickerduellen mit Jens im NewKOMMA hatte ich mit Ecki schon einmal einen perfekten Partner für Sport gefunden. Zwanglos trafen wir uns im Flur und warfen ein paar Pfeile. Die Scheibe nebst Schrank überstand Kehlberg und die Anfangsjahre unserer jetztigen Wohnung. Er musste einem “Sendung mit der Maus” – Bild weichen. Mit ihm gehen hoffentlich nicht die Erinnerungen an die Zeiten im Hohen Heckenweg Münster.

Es ist schon verrückt, wieviel Seele in Dingen steckt. Ich musste mein Büro verkleinern, um ein neues Nest zu schaffen. Aber es ist wirklich besser so: Die Amsel wirft ja auch erst Heu und Scheiße vom Vorjahr aus dem Nest, bevor sie neue Eier rein legt. Ja, Basti, ich weiß, dass Amseln jedes Jahr ein neues Nest bauen. Aber die Metapher war einfach zu geil.

Kindheit reloaded: Orko aus dem Zauberland

Ihr kennt ja meinen Spleen: Dinge, die mir in der Kindheit Sicherheit gegeben haben, tun es meist auch heute noch. So ist das bei Dinosauriern, LEGO und Star Wars. Ich bin sehr froh, dass die klassische Tradition dieser Phantasiewelten und ihrer Umsetzung als Spielzeuge und Filme fortgesetzt wird. Star Wars – Episode I kommt neu in 3D in die Kinos, auf einer Fensterbank im Josefshaus steht so mancher Dino, den ich nicht mitgebracht habe und über LEGO müssen wir uns nicht mehr wirklich unterhalten.
Ich hatte aber als Kind noch eine andere Leidenschaft: Die “Masters Of The Universe”. He-Man, Teela und co. kämpften immer wieder gegen Skeletor und seine Schergen, der nichts unversucht ließ, Eternia unter seine Kontrolle zu bringen. Mein Gott, was habe ich die Hörspiele genossen, stundenlang auf dem hellbraunen Teppich im Spielzimmer. Wie habe ich um die Orko-Figur gebettelt, in einem Laden, der früher einmal Globus hieß. Orko? kennt Ihr den noch? Der wich extrem vom Standardaufbau der üblichen Actionfiguren ab (Fellhöschen a la Manowar, drehbare Taille, Gummikopf. He – Man sah immer so lustig aus, wenn man ihm den Mund eindrückte, so, als htte er ganz fette Lippen und keine Nase, also etwa so wie Kim Gloss aus dem Dschungelcamp normalerweise) und sah eher aus wie ein Dreieck mit Hut. Bestimmt hat der eine oder andere Jawa (siehe Star Wars) seinerzeit Pate gestanden für die Konzeption des Magiers, einem Trollaner. Orko ist auf Eternia oft Zünglein an der Waage, unsicheres Moment, er hätte in seiner Wirkung auf die Handlung den Stollentrollen in Walter Moers genialen Büchern bestimmt alle Ehre gemacht.

Oh Orko aus dem Zauberland
Reiche mir deine helfende Hand
Hilf, dass Skeletor der Kopf
Rollt in He-Mans Suppentopf

Oder sowas hat Orko immer gesagt. Dann ging ein Glöckchen und irgendetwas war geschehen. Leider war Teela nie nackt oder Hordak und seine Kiffergang nie auf einer Bühne vom Metalkonzert (das gab´s alledrings auf der echten Erde und hieß LORDI), aber immerhin gab es mal zwischendrin Butterbrote, ein Fabelwesen musste pupsen oder eine Höhle stürzte ein oder sowas. Oft griff der kleine Clown entscheidend in eine Schlacht mit ein und war dadurch so klein und doch so mächtig. Sowas fand ich immer total super. Und wenn heute ein junger Mensch beim Fernsehen ruft: “Ich bin der und der”, dann muss ich immer voll in mich reinschmunzeln. Hier eine kleine, aber reprsentative Auswahl an Wesen, die ich schonmal gern gewesen wäre, so zwischen 12 und 18: Rocky Balboa, Luke Skywalker, Orko (na klar!), ein Deinonychus, Bruce Dickinson.
Noch irgenwelche Fragen? Nein? Aber ich:
Warum hat Orko sich selbst angesprochen in seinen Sprüchen? War das Wesen, das wir Orko nennen, vielleicht nur ein Medium oder Handlanger des echten Orko? Oder passte das einfach besser ins deutsche Reimschema? Mir wäre ernsthaft daran gelegen, war MOTU – Fans darüber denken.

Am Rad drehen

Ich drehe am Rad
Du drehst am Rad
Er / Sie / Es dreht am Rad
Wir drehen am Rad
Ihr dreht am Rad
Sie drehen am Rad.

Aber wo fahren alle hin?
Was treiben alle Riesenhamster an?
Was treibt alle Riesenhamster an?
Wann landen alle Riesenhamster unterm Rad?
Wann sterben sie im Rad am Herzkasper?
Cocooning, einlullen zu Hause, weil alles so stressig ist.
Nichts mehr für die Gemeinschaft tun. Ist ja bequemer.
Lieber auf die Politiker schimpfen. Diese Wulffs, zu Guttenbergs, all die bösen Buben.
Nicht mehr mitgestalten.
Abschalten.
Man ist ja bekloppt, wenn man da noch mitmacht.
Der Ehrliche ist der Dumme.
Die machen doch eh, was sie wollen.
Privatier sein, seinen Arsch im Trockenen haben.
Den Jungen das Feld überlassen,
die selbst kurz vorm Kollaps sind.
Stundenlang nach einem Vorsitzenden suchen.
Freiwillige Mitarbeiter Hände ringend gesucht.
Kunst und Kultur auf dem Abstellgleis.
Kein Geld für Jugendliche.
Größere Gefängnisse sind interessanter.
Die Familien werden im Stich gelassen.
Lieber in Rüstung investieren.
Lieber Griechenland retten, die alten Saubacken.
Lieber China unterstützen durch die vierzehnte Puppe fürs Baby.
Lieber die USA unterstützen, wenn sie in den Krieg ziehen. Lieber zuschauen, wie Texas “Auge um Auge, Zahn um Zahn” spielt.
Foren für die verfluchten Kreationisten.
Die Scheiß Chinesen.
Zeitgeist. Hektik. Eigenheim.
Verfluchter Staat aber auch. Die nehmen uns alles.
Kein Geld für Bildung.
Keine Hoffnung.
Lieber die dritte Welt weiter plätten statt versuchen, die Welt zu retten.
Fleisch fressen.
Trinken, rauchen, kotzen.
Kompensation für verfehltes Leben.
Schuld und Sühne.
Ich drehe am Rad
Du drehst am Rad
Er / Sie / Es dreht am Rad
Wir drehen am Rad
Ihr dreht am Rad
Sie drehen am Rad.

Wulffen

So schnell entstehen neue Worte. Habe heute bei Günther Jauch erfahren, dass “wulffen” dreierlei bedeuten kann:

1. Jemandem den Anrufbeantworter sinnlos vollquatschen
2. Dinge einfach einstecken, ohne zu bezahlen
3. Nicht ganz lügen und nicht ganz die Wahrheit sagen, sich irgendwie durchmogeln.

Ich kommentiere das nicht weiter, denn ich bin keiner dieser Spießbürger, die ihr Haus schwarz hochziehen, sich “Steuertipps 2012″ kaufen, wie bekloppt Tannenbäume spritzen, beim Dschungelcamp mitfiebern oder das Büffet einer Feier plündern, auf der sie nicht eingeladen waren, sich dann aber über die verkommene Moral unserer Gesellschaft beschweren. Da muss ich tatsächlich an Jesus denken, diese Story mit dem ersten Stein.

Ich habe mir vorgenommen, weiter vor meiner eigenen Tür zu kehren (da kenne ich wenigstens Grundstück und Besen), weiter viel nachzudenken und noch mehr von Hagen Rether zu sehen und zu hören. Klingt komisch, mache ich aber.

P.S.: “Hartzen”, “Wulffen”,…: Wofür könnte “Eiten” stehen, wenn es ein Verb wäre?

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.