Artikel Nummer 150

by libraraptor

soll ein ganz besonderer Artikel werden. Ich gebe Euch nämlich heute einen Einblick hinter die Kulissen. So eine Art “Making Of”. Ob Ihr nun danach fragt oder nicht- ich mache es einfach.


Ort

Mein “genius loci” ist mein Schreibtisch mit Blick aufs Falker. Ich brauche zum Schreiben nur etwas Hintergrundmusik und ein Fenster, aus dem ich schauen kann. Kreuz und quer mit Laptop in der Wohnung wäre mir nix.


Zeit

Ich bin am kreativsten abends, eigentlich also genau um die Uhrzeit, an dem dieser Artikel auch gerade entsteht. Abends bin ich nicht mehr so hibbelig bezüglich anstehender Tagestermine. Und ich habe im Idealfall tagsüber was erlebt, was mit einfließen kann in meinen Eintrag. Ich bin abends eher im betrachtenden, reflektierenden Modus, nicht mehr im aktiven, reagierenden, hektischen.

Ideen
Was genau ich schreibe und warum ausgerechnet das und nichts anderes ist ein Geheimnis, das ich selbst noch nicht ergründet habe. Ich vermute, ein Thema eignet sich dann am besten, wenn ich weiß, dass viel Leser mitfühlen können und es sie unterhält und nachdenklich stimmt. Der Anteil der Selbstdarstellung ist im Vergleich zu www.eiten.de vor rund zehn Jahren von 90% auf etwa 1/4 geschrumpft. Natürlich muss man eine gewisse Grundbeklopptheit mitbringen, zu glauben, dass das Geschriebene auf eine interessierte Leserschaft trifft, aber ich bilde mir nicht mehr ein, dass alle, die mein Blog lesen, mich für den Messias halten. Statt dessen verschafft es mir einfach ein gutes Gefühl, querbeet aus meinem Alltag heraus Betrachtungen zu vertiefen oder zu kommentieren.


Resonanz

Ich bin sehr stolz, bei 4900 Klicks pro Jahr angekommen zu sein. Natürlich ist da einzuwenden, dass viele Spambots unterwegs sind und viele Zufallstreffer von Menschen, die nicht mich gezielt lesen wollen, sondern weitergeleitet werden von Suchmaschinen (“Parasiten im Ohr” zum Beispiel wurde häufig gesucht, und die Leute kamen auf meinen legendären Artikel “Mit einem Affen aufwachen”.
Ich denke, realistisch betrachtet komme ich auf eine Stammleserschaft von rund fünfzig Mann, und das macht mich schon stolz.
Am meisten Resonanz finden meine Artikel, in denen ich Namedropping betreibe. Wenn ich also auf das aktuelle Mediengeschehen eingehe etc.

Historie
Es war nicht immer alles so koscher in den ersten Versionen meiner Internetpräsenz. Schwamm drüber. Längst gegessen. Wer heute hier Frotzeleien zum Dorfgeschehen, Tiraden auf Schönholthausen oder persönliche Beleidigungen erwartet, muss Dschungelcamp gucken. Ich mag ja auch fast alle Menschen dieser Welt! Nur Guido Westerwelle hat wirklich pausenlos Dresche verdient, morgens BIS er lacht und abends dann WEIL er lacht. Aber ich kann ja nicht dauernd nur auf diesem Menschen rumhacken. Noch töter gibt es ja auch nicht.


Eiten liest?

Ja, das ist der einzige Luxus, den ich mir gönne. Etwas über meine Lektüre los zu werden. Wenn auch nur ein Mensch sagt, ich hätte ihn auf ein Buch gebracht, das ihn sehr beeindruckt hat, ist mein Ziel erreicht. Passiert es gar mehrmals – was will ich mehr?!


Veröffentlichungen?

Es ist bekannt, dass ich nicht nur hier gern schreibe. Ich tue das auch auf echtem Papier, und manchmal finden diese Texte dann Einzug in Fachzeitschriften oder Musik eigener oder fremder Bands. Gern und immer wieder. Einfach fragen!


“Doppelte Buchführung”

Ich schreibe neben diesem Blog von Hand ein echtes Tagebuch. Ich habe gemerkt, dass vieles, was schon darin steht, hier nicht mehr auftaucht. Das macht mich weniger angreifbar und nicht offen um der Offenheit Willen.


Ausblick

Ach ja, ich glaube ich mache einfach genau so weiter. Schreiben zentriert mich, schärft meine Gedanken und hält mich zusammen. So einfach ist das. So einfach bleibt das auch.