Da musste Sascha aber erstmal staunen. Ich käme WOher? Vom Waldlehrpfad? Ob ich denn Langeweile hätte?
Nein, eigentlich nicht. Eher im Gegenteil. Manchmal ist es zu viel. Und dann muss ich mir die Birne freipusten lassen. Gestern Abend habe ich mir mal so gedacht, gehste morgen mal ein paar Meter, und nicht immer nur Friedhofsweg oder Teufelskopf, sondern mal wieder richtig durch den Wald. Und was soll ich sagen? Es hat gut getan. Einige klasse Aussichten, eine kurze Rast. Und vor allem: Gedanken die kamen UND auch wieder gingen. Wenn ich allein unterwegs bin und wirklich mal eine Stunde oder so nur für mich, verheddern sie sich nicht. Und mein Ego lasse ich am Wegesrand einfach liegen.
Das Wetter war zwar nicht so prickelnd und ich bin jetzt auch leicht verschnupft. Aber das ist wurschtegal. Wie schön die Heimat doch ist!
Matussek blamiert sich bei Anne Will
“Der Gotteswahn” ist ein gutes und wichtiges Buch. Und schaute man bei Matussek heute bei Anne Will genauer hin, sah man so ziemlich die gesamte Bandbreite seiner Symptomatik. Hahaha, der Matussek hat sowas von einen am Helm, wenn die Zuschauer von Anne Will eben ihn als “überzeugten Katholiken” vorgestellt bekamen, hat er seiner Konfession einen echten Bärendienst erwiesen. Und Benedikts willfähriger Kettenhund hat in seiner arroganten Begrenztheit nichts davon gemerkt. Er beklagt religiösen Analphabetismus. Aber vielleicht ist das Alphabet, was er weiter gelehrt sehen möchte nicht mehr das, das die Sprache der Menschen repräsentiert. Wie hieß denn dieser weißhaarige Kasper neben dem Matussek nochmal? Der, der immer da ist, wenn keine wahre Meinung gefragt ist? Der war fast noch schlimmer, verkaufte seinen Unsinn aber immerhin noch mit einem Augenzwinkern. Während Matussek das alles wirklich total ernst nahm. Ein Ohrenwackeln von Geißler, oder mal kurz die Augenbraue hochgehoben und Matusseks dämliches Weltbild fiel in sich zusammen. Ich kann mir vorstellen, dass Benedikt XVI. sich für Matussek tüchtig fremdgeschämt hat, sollte er im Vatikan zugeschaut haben…
Ohne Filter III
So viele Könntes
So viele Müsstes
So viele Eigentlichs
So viele Möglichkeiten, sich das Leben noch schwerer zu machen
Anpacken, sofort.
Nicht zögern.
Keine Zeit verlieren.
Ich könnte was verpassen.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen.
Aber ich gucke lieber zu, wie Harald Schmidt Diana Amft von toten Amseln berichtet.
Schreibe Krimskrams in ein dickes schwarzes Buch.
Baue einen Balkonteich aus Eckerts altem Besenschrank.
Lese Miranda Julys Vorabdruck und ärgere mich, dass ich mir eine Buchkaufsperre auferlegt habe. Erstmal die anderen zehn zu Ende lesen.
Drehe ein Blatt vom Hermann Hesse – Aquarelle – Kalender um und wundere mich.
Helfe Menschen beim Umzug.
Plane Rock und Chorgesang – den ultimativen Crossover.
Verkaufe Kaninchen.
Wechsele Röhren am Aquarium aus.
Wundere mich, wie gut Andre bei diesen Kaiyodo-Modellen immer die verlorenen Ständer ersetzt.
Lese Rainald Goetz.
Schreibe ein Blog, von dem ich glaube, es wird gelesen.
Kriege aber kaum eine persönliche Mailantwort hin.
Will ins Bett mit kiloweise Koffein im Blut.
Schicke Freunde in die Warteschleife.
Öffne mal hier eine Narbe, schaue mir mal diese, mal jene Baustelle an.
Will immer wissen, was andere denken. Die totale Kontrolle.
Anakin steht mir gut.
Das ganze hier geht noch nicht mal als irgendetwas durch.
Vielleicht allerhöchstens als Angebot.
Will mich vergessen, um mich zu finden.
Will nicht erwachsen werden, weil dann alles so fertig ist.
Und brauche doch die Sicherheit, fertig zu sein.
Und dann sehe ich mich plötzlich im Gras liegen und über die Stelle in “Life Of Brian” nachdenken, in der dieser Ex-Leprakranke schließlich von Brian ablässt und in den Hintergrund verschwindet. Dieser Extraschlenker auf einem Bein um die eigene Achse. Das ist großes Kino.
Alles andere ist Mäusefurz.
Sozialpädagogische Handlungsmodelle der Praxis zwischen Dominanz, Aufopferung, Serviceleistung und Passung
Prof. Dr. Maja Heiner von der Universität Tübingen hat in Interviews die Einstellung von sozialpädagogischen Fachkräften verschiedener Einsatzbereiche zur Wirksamkeit ihres Angebotes sowie zum ihren Interventionen zugrunde liegenden Klientenbild untersucht.
Frau Heiner sieht die Figurierung (Gestaltung) von Kräftefeldern, die auf die Interaktionen von Fachkraft und Klient einwirken als die zentrale und allen Praxisfeldern gemeine Aufgabe Sozialer Arbeit.
Die folgende Einteilung kann eine „Brille“ sein, durch die man das eigene berufliche Handeln und das der Berufskollegen reflektiert.
Typ 1 – Dominanzmodell
• Die Fachkraft hält ihr Angebot für gut, aber ineffektiv.
• Die Ineffektivität sei laut diesen Fachkräften ganz der Perspektivlosigkeit, Willenlosigkeit, Aggressivität oder Destruktivität der Klienten zuzuschreiben. (Defizitorientierung des Klientenbildes)
• Sie plädiert nicht für Aushandlungs- und Partizipationsprozesse mit Klienten.
• Sie reflektiert ihr eigenes Handeln nicht oder beschreibt es mit einer ambivalenten Einstellung „Ich würde ja lieber, aber…“
• Daraus ergibt sich eine Praxis, die von Klienten als beliebig und willkürlich wahrgenommen wird
• Das ursprünglichen Kräftefeld, das auf das Fachkraft – Klienten – Interaktionsfeld einwirken, wird negativ gestaltet. (Von +2 auf -5)
Typ 2 – Aufopferungsmodell
• Die Fachkraft hält ihr Angebot für qualifiziert, aber ineffektiv.
• Sie entdecken im Klienten trotz aller Defizite Ressourcen und wertschätzen sie. Durch persönlichen Einsatz versuchen sie, strukturelle und sozialpolitische Mängel durch persönlichen Einsatz zu kompensieren.
• Tritt daher die erwartete positive Wirkung eines Angebotes nicht ein, sucht die Fachkraft die Verantwortung bei sich selbst.
• Damit überfordert sie sich systematisch und hilft dadurch in letzter Konsequenz weder den Klienten noch sich selbst.
• Positive Figurierung des Kräftefeldes von +5 auf +6, aber mit der Gefahr, auszubrennen und dann evtl. in den Dominanzmodus zu wechseln.
Typ 3 – Servicemodell
• Die Fachkraft glaubt an die Effektivität und Qualität ihres Angebotes, aber nicht an die Ressourcen und Motivation des Klienten.
• Das hat zur Folge, dass die Fachkraft zwar gute Dienstleistungen vorhält und auch vermittelt, dies aber nicht mit Nähe, Leidenschaft und persönliche Beziehungen tut.
• Die Bemühungen der Fachkraft konzentrieren sich nicht auf die persönliche Arbeit mit den Klienten, sondern eher um die Sicherung der Qualität des Dienstleistungsangebotes.
• Dienstleisterverständnis statt persönlicher Beziehungen. (So fehlt ihr aber auch dieses wirksame Instrument).
• Positive Figurierung des Kräftefeldes (von +3 auf +5)
Typ 4 – Passungsmodell
• Die Fachkraft empfindet ihr Angebot als effektiv und gut und traut dem Klienten viel zu.
• Sie spürt den Rückhalt der eigenen Einrichtung und ist fachlich genug, um mit anderen Einrichtungen zu kooperieren.
• Sie ist in der Lage, ihre Interventionen inhaltlich, bezüglich des Rahmens und stilistisch auf die jeweilige Situation abzustimmen und zu dosieren.
• Sie hat keine Scheu, persönliche Beziehungen zu Klienten sowohl als Grundlage als auch als ein Werkzeug ihrer Interventionen zu akzeptieren.
• Sie ist sich der Tatsache bewusst, dass Interventionen nicht immer sofort und passgenau einschlagen, nicht immer alles perfekt laufen kann und dass neue Situationen immer wieder neue Anpassungen / Interventionen / Auftragsklärungen erforderlich machen – ohne allerdings an Präsenz im einzelnen Fallverlauf zu verlieren.
• Das beinhaltet auch die Fähigkeit, in ein- und demselben Fall die anderen drei Typen dem Bedarf entsprechend anzuwenden, dies aber reflektiert zu tun.
• Positive Figurierung des Kräftefeldes (von +5 auf +6)
Diskussionsangebote:
- Praxisbeispiele!? Wer hat sich wann welchem Typus zugehörig erlebt?
- Können Fachkräfte verschiedener Modelle sich ergänzen?
- Macht eine solche Unterteilung überhaupt Sinn?
- Gibt es „typische“ Arbeitsfelder für den einen oder anderen Typus?
(Dominanzmodell im Jugendamt, Aufopferung im Jugendzentrum)
- Welche Hilfen braucht eine Fachkraft von der Praxiseinrichtung, um dem „Ideal“ des Passungsmodells näher zu kommen? Muss sie das überhaupt?
- Habt Ihr in Eurer bisherigen beruflichen Laufbahn einen „Reifungsprozess“ erlebt? In welche Richtung?
Ich brauche Harald Schmidt
“Lektüre stärkt, denn Selbstzweifel habe ich auch ohne Bücher. Man findet Sachen perfekt formuliert, die man bislang nur so schofelig-dumpf in sich geahnt hat. Und man braucht sich nicht mit dem Gedanken weiterzuquälen, es müsste einem selber noch mal was Neues einfallen. Alles schon da gewesen, alles schon endgültig formuliert.”
Jaja, dieser Satz stammt von Harald Schmidt. Der ist, was vielleicht nur wenige wissen, sehr belesen und gibt mein Denken über Bücher perfekt wieder. Damals, im Münsteraner Sumpf in der Kinderhauser Straße war mir das egal, da war ich einfach nur froh, dass es abends die Sendung gab.
Es ist schon ein Unding, wenn in unserer von Promi-Events, Betroffenheitsfilmen über die deutsche Geschichte, Lanz´scher Schleimerei und drittklassigen Boulevardmagazinen verseuchten Fernsehlandschaft ein Altmeister wie Harald Schmidt seinen Hut nehmen muss, weil nur noch 630.000 Menschen pro Abend ihn sehen möchten. Immerhin, denke ich da. 630.000 Leute, die hintersinnigen, gebildeten Humor lieber mögen als Balkonkäste am Schreibtisch und viel zu fette, intime Ledersessel. Liegt das denn nicht eher an der Verfressenheit und Nimmersattheit von Zuschauern, die sich nicht mehr lange die Birne zerbrechen wollen über Late Night mit verschiedenen Bedeutungsebenen? Die nicht mehr imstande sind, eine Pointe länger als zehn Sekunden zu überdenken, weil ein Mario Barth sie alle sowas von platt gelabert hat?
Ihr seht, ich bin ziemlich frustriert über das erneute Ende einer Harald Schmidt-Show. Am 3.5. geht der Meister zum letzten Mal auf Sendung, und noch weiß keiner so genau, wann und in welchem Zusammenhang wir ihn wieder im TV sehen können. Ich persönlich bin darüber sehr traurig, denn gerade in meiner Zeit als Neustudent in Münster, einer schweren Krise 1999, war die Harald Schmidt Show oft mein einziger Grund, überhaupt noch aufzustehen. Eine Stunde Leben, Unterhaltung, zumindest ein wenig lachen, wenn es sonst schon nix zu lachen für mich gab. Und auch später, als ich irgendwie die Kurve gekriegt hatte, war Schmidt immer treuer Begleiter für mich. Selbst Oliver Pocher habe ich ausgehalten. Wenn es auch falsch war, diesem Schnodder einen gleichwertigen Schreibtisch ins Studio zu stellen statt eines unbequemen Sidekick- Tischchens.
Leider ist es aber, bei aller Lobhudelei mittlerweile ja so, dass Schmidt in Deutschland quasi synonym mit Late Night steht. Er ist eins mit dem Format, weil er es in Deutschland selbst eingeführt hat. Zunächst sehr an Letterman orientiert, dann immer mehr abgenabelt und eigenständig, später dann tatsächlich als Marke. Keiner kann so recht verstehen, was Schmidt z.B. auf dem Traumschiff zu suchen hat, wo er immer aussieht wie ein Storch im Salat. Oder seine Moderation großer Galas, die nie so sein Ding waren. Nun wird dieses Format in einer von Reizen zugeballerten, verwöhnten Zuschauerwelt (“eben dem SAT 1- el-Männchen”) nicht mehr gewünscht und abgesetzt. Und das in einer Phase, in der Schmidt so gut war wie nie zuvor.
Ich würde Schmidt wünschen, dass er seine Show weiter macht, bei einem anspruchsvolleren Sender, der sich seiner Größe dankbar bewusst ist und ihn sein Format noch so lange machen lässt, bis man seine eitrige Leiche irgendwann aus dem Ledersessel kratzen darf.
Was weiß denn ich?
Tausend Reize, jede Sekunde tausend Reize. Von innen, von außen. Und alles nur in meinem Kopf. Lese ja nun fleißig Watzlawick, und der sagt mir, dass ich alles um mich herum nur konstruiere. Dass die Tasten, auf die ich hier einhaue, erst durch meine Bewertung und Nutzung zu Tasten werden, ansonsten nur ein Aggregatszustand von Materie und Energie sind. Radikaler Konstruktivismus. Wie passt die Memetik dazu? Und was ist das große, grüne Ding in unserem Kühlschrank? Welcher ko(s)mische Zufall hat nun dafür gesorgt, dass ausgerechnet etwas hier sitzt, dass sich “ich” nennt, Vladimir Putin und seine angebliche verfickte “Demokratie” hasst (fragt mal die Damen von “Pussy Riot”, was sie von diesem dreckigen Diktator halten), sich über diesen Zappelphillip von der Piratenpartei eben bei Maybrit Illner gefreut hat, Toblerone isst wie andere Brot und immer noch trauert, wenn er an seinen roten Golf denkt? Und dessen Ranzen sich unbeholfen über einen ausgefransten Ledergürtel schält?
Vielleicht ist alles einfach viel komplizierter, als wir arroganten Menschenhirne es uns vorstellen können?
Vielleicht hat sich auf irgendeinem anderen Planeten Leben schon über den “Geist” – Status hinaus entwickelt, rein zufällig, versteht sich, weil es so etwas wie einen Schöpfer halt eben nicht gibt?
Vielleicht gab es ja auch eine kosmische Schlange mit sieben dornigen Schwänzen, die sie sich alle siebzig Jahre abbeißt und in eine Mülltonne in Gera spuckt, wo sie von einem griesgrämigen, nach Wildschwein stinkenden Autisten zu DNA recycelt werden, die er in kleinen TICTAC – Döschen ins All schießt, wo sie sich zusammensetzen zu Leben und / oder Gedanken.
Vielleicht ist es aber einfacher als man denkt und ich brauche wirklich einmal ein, zwei Wochen für mich allein an einem langen blauen Strand, ein gutes Buch dazu und Kakao vom Fass.
Alles wird gut.
Was weiß denn ich?
Roche & Böhmermann
Hervorragend! Einfach klasse! Perfekte Unterhaltung mit tollen Einblicken und Erkenntnissen und wenn nicht, auch egal, dann stimmen immerhin Bühnenbild und die Moderatoren. Ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus, denn am Sonntagabend, wenn mich normalerweise ein grausamer Blues erfasst, gibt es endlich einen Sinn, das TV einzuschalten. Ich dachte immer, jaja, die Roche, die macht mit polemischem Schamhaargeplänkel Knete. Tut sie ja auch, aber halt nicht nur. Sie kann auch sowas hier. Böhmermann kann, so glaube ich seit seinen Auftritten bei Harald Schmidt, eh alles. Und so war es im Grunde wurscht, dass da dieser nölige, arrogante Ex – Echt Sänger Kim Franke rumsaß und den interessanten Gästen die Atemluft wegschnorrte. Und diese blöde Sex-Autorin da vor koppes ging mir auch am Arsch vorbei. Aber der Rest der Gäste und der Sendung waren “in sich stimmig” (mein positives Hauptkriterium, wenn ich keine Worte finde). Besondere Highlights sind die Gästevorstellungen. Schaut einfach mal rein. Fern von VISIONS – Mäßiger Überheblichkeit, weit weg von selbstgemachter Behäbigkeit und wirklich, wirklich spannend sind “Roche & Böhmermann” für mich ab sofort das Fernsehduo Nr. 2 nach Götz Alsmann und Christine Westermann. Zum guten Schluss: Diese Nachbesprechung vor laufenden Kameras ist eine kongeniale Idee und wirkt zu keinem Zeitpunkt konstruiert oder aufgesetzt.
Danke, Ihr beiden, es hat Spaß gemacht und ab Sendung Nr. 3 habt Ihr einen Stammzuschauer mehr!
Ohne Filter, Teil II
Männerseelen.
Rationalisierung.
Ein Paket Richtung Bochum voll mit Sauriern und Büchern. Auf die Freundschaft!
Ein Paket voll mit Weisheit und Einsicht Richtung Regierung. Auf die Zukunft!
Ein Paket voll mit Einsicht und Knallkörpern Richtung Seelenfrieden – worauf auch immer!
Peter Altmeyer, diese tumbe Politikmaschine
Ronald Pofalla, dieser armselige Wurm.
Einmal aufs Ende treten 10 Euro.
Wäre ich doch Millionär…
Es wächst der Zorn auf die Gelackten, Unanständigen, Unaufrichtigen. Die, die wullfen.
Die unser Land zerstören
Die unsäglichen Linken
Die Rechten
Und natürlich die Kapitalisten.
Kein Punk mehr weit und breit
Bettler mit einem Bein in der Fußgängerzone
Werden mit einem Mercedes abends wieder eingesammelt
Zwischen Berg und tiefem Tal
Saßen einst zwei Hasen.
Denke schon wieder an Peter Altmeyer.
Bei Jauch war das so “man kann nicht weggucken”.
Wie ein überfahrenes Tier auf der Straße. Da fährt man auch nochmal zurück und schaut sich den Rohrschach – Test an.
Oder ein Casting bei DSDS.
Dann doch lieber die Weisband.
Marina, immer wieder Marina. Ihr Lied. Ihr Leid.
Und die Piraten.
Stellen die Kanzlerin spätestens 2021.
Zeit, dass sich was dreht.
Für Altmeyer ist es dazu zu zu spät.
Und Rainald Götz trifft Björn Süfke
In einem Salon. Michael spielt dezente Melodien dazu, wie Hagen Rether, nur ohne reden.
Worüber reden denn die zwei anderen?
Lippen lesen geht nicht. Aber kann ich mich dazu setzen?
Rationalisierung, Externalisierung.
Sie sehen mich, schauen freundlich.
Es werden Schnittchen gereicht.
Im Hintergrund jetzt die Adrian – Melodie aus den Rocky – Filmen.
Naht Heilung?
Oder Minderwertigkeitskomplex 2.0?
Ich gehe lieber wieder zurück in den Uterus
Zu meinen Sauriern und Büchern.
Even If…
Du riechst so gut.
Rammstein waren auch mal besser.
Und Lindemann schrieb auch mal Messer.
Jetzt knöttert er die kleine Thomalla.
Die Tatorte mit der Mama hasse ich.
Wieso eigentlich? Die Komissarin war doch nicht mit Assauer zusammen, sondern ihre Schauspielerin.
Und so ein schlechter Mensch ist Rudi Assauer gar nicht. Tragisch, was da nun mit ihm geschieht.
Ein Mann, ein Mann! Einer, der was kann!
Und schön auch, dass die Garage wieder aufgeräumt ist.
Das war ich!
Aber jetzt gucke ich Schmidt.
Bei allen verloren.
Eiten als Verb. Ein Tätigkeitsbericht.
Basti hatte ja vorgeschlagen, das Verb “eiten” synonym für fuckeln, Dinge sortieren, ordnen, kramen und vermitteln zu benutzen. Damit bin ich einverstanden und gebe stolz bekannt, was und wie ich seit der letzten Kolumne zum Thema (“Nestbau”) geeitent habe.
- Unsere alte Buchenholztheke aus Kehlbergzeiten –> Stefan (da kann er sich gewiss noch ein Stehbüro für seine Zimmerei raus fertigen)
- Unser Sofa und eine alte 70er Jahre – Wäschetruhe von Katrins Oma –> Tanja
- Attacus atlas (Atlasspinner) nebst Kokon hinter einer gold gerahmten Glasscheibe –> Biologie – Lehrsammlung des Gymnasium der Stadt Lennestadt
- Zwei Fernseher, beide über zwei Jahre nicht benutzt –> Wertstoffhof
- Zwei riesige Kunststoffdinosaurier, gestern von ebay eingetroffen –> Fensterbank Balkon
- Sekretär, Fichte Natur –> zu uns in den Essbereich, dafür die Buchenholzvitrine ins Wohnzimmer an den Ort, an dem vorher Silvias alte Kommode stand. Die steht nun unter der Treppe.
- Ein Stück Brennholz, Eiche rustikal, uralt aus Jakobs / Eckerts Dachstuhl, mit einer sichtbaren Nutverbindung, wirkt wie eine Skulptur –> Auf die alte Brennholztruhe aus Serkenrode, zum lebensgroßen Corythosaurusbaby aus Münchehagen und dem Archaeopteryx – Replikat. Katrin und Lina haben noch kleine Dekoküken draufgeklebt, die neue Leichtigkeit des Seins!
- Ein alter Kaninchenauslauf, über den die Mädels eh immer nur gesprungen sind –> Nöcken Container
- Buch “Von der Not und dem Segen des Gebetes” von Karl Rahner, Erstauflage von 1960 –> Kirche Ostentrop –> Antiquariat “Lesezeichen”, Attendorn
- In Kürze geplant: Nebezug des alten Cordkissens von Omas zeitlosem Schlafzimmerhocker, gegen den der “Ulmer Hocker” einpacken kann.
Andere Leute verdienen mit sowas Geld, schaut Euch diesen genialen Laden an:
Trödel? Spannende Gegenstände im Haus? Oder braucht Ihr neue fürs Haus? Sprecht mich an! Ich eite sie für Euch
Meine Ideenbörse
Wir schreiben den März 2012. Ich hatte eine Woche Zeit, mich von meinem Erwerbsberuf zu erholen. Nun kommen langsam aber sicher viele verschüttete Ideen und Ansätze wieder hoch.
Im Kleinen geht alles los. Wer sich von einer der folgenden Ideen spontan angesprochen fühlt, möge mich bitte auf die gemeinsame Realisierbarkeit ansprechen. An einigen Stellen läuft die Umsetzung bereits, andere Ideen sind erst im Embryonalstadium.
Anlegen eines Moorbeetes mit winterharten fleischfressenden Pflanzen in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Ostentrop. Dazu müsste man sich ein Gebiet aussuchen, das in Frage kommt, ein Budget ausmachen und die Einbettung in ein größeres Konzept wie z.B. den Waldlehrpfad bedenken. Ein Zubringerweg und eine Schautafel bieten sich an. Man könnte dann auf die örtliche Grundschule und den Kindergarten zugehen und das Thema fleischfressende Pflanzen altersentsprechend in Projektarbeit oder Sachkunde anbinden.
Eindampfen einer Chronik des MGV Ostentrop auf “Meilensteine der Vereinsgeschichte”, aufbereiten dieser als Texttafeln (Papier einlaminiert) und Aufhängen an den Waldlehrpfad (unter die eigentlichen Tafeln). Welcher Ostentroper ist im vergangenen Jahr mal den Waldlehrpfad gelaufen? Solche “Wanderausstellungen” könnten neue Anreize dazu bilden.
Ausstattung eines “Alternativen Spielmobils” mit dem Kreisjugendring Olpe. Dazu läuft derzeit eine Bedarfsermittlung und ein Abgleich mit bereits vorhandenen Materialien. Neue, kreative Spielideen, vielleicht sogar die ursprünglich geplante Kettcar-Rallye sollen einfließen und das bestehende Angebot nicht zerstören, sondern ergänzen.
“Ein Dino zeigt Gefühle” geht wieder auf Reisen. Als freier Referent mache ich mich mit Buch und Spielen auf den Weg (gern mit einer Partnerin) und leiste am einprägsamen Übergangsobjekt des Dinosauriers Präventionsarbeit an Grundschulen. Kinder können ihr Gefühlsleben erspüren, Praxistransfer, Bastelangebot.
“Die Leselaus” macht sich wieder auf den Weg. Diesmal findet eine “Büchersammlung” in Altenhundem und/oder Grevenbrück statt, bei der ausrangierte Bücher an die Straße gestellt werden können. Die Bücher werden von einer Projektgruppe eingesammelt, rekrutiert aus Besuchern und Ehrenamtlichen des NewKOMMA Altenhundem und der OT Grevenbrück. Ein Teil der Bücher wandert in den Bücherschrank, andere werden der Muggelkirmes zur Verfügung gestellt, andere ins Antiquariat “Lesezeichen” gebracht, wo sie für einen guten Zweck verkauft werden. So hätten alle was davon.
“Eiten liest” im Kirchensaal. Ich bereite spannende Kinderbücher als Powerpointpräsentationen auf und lese sie spannend vor. Einmal monatlich sonntags während dem Büchereidienst nach der Messe.
“Bock auf Mai” – Die örtlichen Gesangvereine müssen diesmal “Tanz in den Mai” ausrichten. Wie wäre es mit einem Songcontest verschiedener Rockbands, die einen Song ihres halbstündigen Auftrittes der Volksmusik, gern auch speziell dem Mai, widmen? Ach so, ich hätte fast vergessen, dass diese Idee ja umgesetzt wird.
Elterncoaching endlich freiberuflich anbieten. Nochmal mit dem anderen Anbieter im Kreis Olpe sprechen, ob wir uns nicht zusammen tun können, ansonsten Angebot machen und an einschlägigen Stellen für Selbstzahler oder bei einem Jugendamt, das sich wirklich dafür interessiert dafür werben.
Männergruppe gründen
Als Ergebnis meiner spannenden Lektüre von Männer auf der Suche” (Steve Biddulph) wäre die Idee, eine Männergruppe zu gründen, die auf den im Buch beschriebenen Grundsätzen fußt und die ein Gewinn für die Teilnehmer, ihre Frauen und letztlich für die ganze Gesellschaft ist.
Mentoren in die Heime schicken. Es gibt viele Rentner oder Arbeitssuchende, die so viel können und zu erzählen hätten. Es gibt so viele Jungen in unseren Heimen, die eine Vaterfigur brauchen, weil sie sonst für die Gesellschaft für immer verloren sind. Kann man das nicht irgendwie kombinieren? Eine Art “Mentorenausbildung” konzipieren?
Wenn Euch eine dieser Ideen anspricht, bitte geht nicht alleine mit ihr auf die Welt los, sondern teilt Euer Interesse mit mir. Zu zweit ist man schon wesentlich stärker. Solltet Ihr Euch für Alleingänge entscheiden, vergesst nie, wer die Idee zuerst hatte und gebt möglichst die Quelle an. Stand: März 2012. Sonst Rübe ab!